Unsere Fachärzte stellen vor: Die neue Methode der narbenfreien Hautstraffung mittels Renuvion® Helium-Plasmastrahl

Effektive und schonende Hautstraffung am Körper ohne große Narben und lange Ausfallzeiten? Ja, das geht. Denn mit der neuen Renuvion®-Technologie kann ein rascher Schrumpfungseffekt des Unterhautgewebes erzeugt werden. Doch wie funktioniert das genau? Und was muss man noch alles über diese neue Technologie wissen? Unsere Experten Dr. Markus Klöppel und Dr. Christian Belay stehen Rede und Antwort.

Wie sind Sie eigentlich zu dieser neuen Methode gekommen?

Dr. Klöppel: Wir waren schon seit längerem auf der Suche nach einer wirksamen Alternative zur chirurgischen Hautstraffung am Körper, die leider nicht ohne größere Schnitte bzw. Narben auskommt. Deshalb haben wir in den letzten Monaten einige Therapiemöglichkeiten wie Laser oder Plasma getestet und uns letztendlich für die Renuvion® Plasma-Technologie entschieden, da uns diese sowohl in der unkomplizierten Handhabung als auch in der schnellen Wirksamkeit am meisten überzeugt hat.

Wie funktioniert diese Methode zur Hautstraffung genau? Können Sie das kurz erklären?

Dr. Belay: Bei der Renuvion®-Methode wird ein Plasmastrahl erzeugt, der durch eine Fusion von Radiofrequenzenergie und Heliumgas entsteht, und die Bindegewebsfasern unter der Haut schrumpfen lässt. Wir wenden die Renuvion®-Technologie hauptsächlich in Kombination mit einer großvolumigen ästhetischen Fettabsaugung oder einer Liposuktion bei Lipödem an. Da hierbei meist eine große Menge an Fettgewebe entnommen wird, entsteht dabei ein Hautüberschuss, der sich oft nicht von alleine zurückbildet. Dieser kann anschließend an die Absaugung mittels Helium-Plasmaenergie von innen gestrafft werden. Durch das einzigartige Zusammenspiel von Helium-Plasma und Radiofrequenzenergie wird gezielt das Gewebe unter kontrollierter Hitze und ohne Verbrennung zum Schrumpfen gebracht. Mit dieser High Tech-Methode können also kurzzeitige Hitzeeinwirkungen ohne Verbrennungserscheinungen erreicht werden. Der Helium-Plasmastrahl wird über dieselben kleinen Hautinzisionen eingeführt, die zum Einbringen der Liposuktionskanüle notwendig sind. So müssen keine weiteren Eintrittspunkte mehr gesetzt werden und die Haut wird ohne sichtbare Narben gestrafft.

Dr. Klöppel: Renuvion® kann übrigens auch als alleinige Behandlung bei Verlust der Elastizität der Haut ohne vorheriger großflächiger Liposuktion angewendet werden. Jedoch muss vorab im Behandlungsgebiet mit einer Liposuktionskanüle ein Behandlungsraum im Unterhautgewebe geschaffen werden, indem man das Gewebe auflockert und minimal oder gar nicht absaugt. Anschließend kann dann mittels Renuvion® Helium-Plasmastrahl die Haut von innen gestrafft werden. Mögliche Behandlungsareale sind im Übrigen Oberschenkel, Knie, Rücken, Bauch, Brust, Hals und auch das Gesicht.

Was ist das Besondere an dieser Behandlung?

Dr. Belay: Besonders an dieser Behandlung ist, dass Helium-Plasmaenergie anders als Laserenergie keine Verbrennungen durch starke Hitze erzeugt. Denn mit dem Plasmastrahl wird das Gewebe extrem schnell in nur 0,044 Sekunden auf 85 ° C erhitzt und sofort wieder durch Helium abgekühlt, sodass lediglich eine sehr kurzzeitige aber hochintensive Hitzeabgabe an das Bindegewebe erfolgt. Es kann also äußerst schonend und risikoarm therapiert werden ohne die Haut zu schädigen. Zudem kann schlaffe oder überschüssige Haut effektiv von innen gestrafft werden, was gerade für Patienten hilfreich ist, die eben keine klassische chirurgische Straffungsoperation in Erwägung ziehen. Eine weitere Besonderheit ist die kürzere Genesungszeit nach einer Behandlung mit Renuvion® im Vergleich zu einer operativen invasiven Hautstraffung oder einer Behandlung mit Laser.

Kann Renuvion® unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden?

Dr. Belay: In der Regel führen wir die Behandlung in Dämmerschlafnarkose oder bei Kombination mit einer Liposuktion zumeist in schonender Vollnarkose durch. Bei kleineren Regionen ist sie aber auch in (Tumeszenz-) Lokalanästhesie möglich. Einige Tage vor dem Eingriff finden nochmals ausführliche Aufklärungsgespräche mit dem behandelnden Arzt und dem Anästhesisten statt, die die Patienten dann detailliert auf den Eingriff vorbereiten.

Wann sollte die Renuvion®-Plasmaenergie nicht angewandt werden? Und kann es zu Komplikationen kommen?

Dr. Klöppel: Es gibt natürlich bei jedem Eingriff bestimmte Voraussetzungen, die eine Behandlung kaum oder gar nicht möglich machen. Ein erhöhtes Risiko besteht beispielsweise bei Patienten mit gesundheitlichen Problemen wie schweren Herz- oder Lungenerkrankungen, Tumorerkrankungen oder Diabetes. Dies gilt auch für Patienten, die an der zu behandelnden Region offene Wunden und Ekzeme haben. Des Weiteren sollten Patientinnen nicht schwanger sein bzw. sich nicht in der Stillzeit befinden. Auch Piercings müssten vor der OP abgenommen werden.

Dr. Belay: Die Behandlung mit Renuvion® Plasmaenergie ist in der Regel sehr risiko- und komplikationsarm. Die Verbrennungsgefahr ist äußerst gering. Natürlich hängt der Behandlungserfolg sehr stark von der individuellen Aktivität der Haut des Patienten ab. Das bedeutet, jüngere Haut, die mehr elastische Fasern hat, reagiert in der Regel mit mehr Schrumpfungseffekt als reifere Haut mit weniger Kollagenfasern. Weitere Komplikationsmöglichkeiten können Unregelmäßigkeiten in der Kontur, Hämatom-Verfärbungen oder auch vorübergehend eine gewisse Pelzigkeit in den behandelten Hautarealen sein. Von besonderer Wichtigkeit ist, dass der Behandler in dieser Methode gut ausgebildet ist und viel Erfahrung auf dem Gebiet der Körperformung besitzt.

Wann ist man nach dem Eingriff wieder einsatzfähig?

Dr. Belay: Die Heilungsphase nach einer Behandlung mit Renuvion® ist kurz und dauert an sich nicht länger als bei der normalen Fettabsaugung. Gesellschaftsfähig ist man in der Regel nach etwa einer Woche, blaue Flecken verschwinden nach 3 bis 6 Wochen.

Wann sind erste Ergebnisse nach einer Renuvion®-Behandlung sichtbar?

Dr. Klöppel: Meist ist zu beobachten, dass bereits sofort oder in den ersten Tagen nach der Behandlung ein sichtbarer Schrumpfungseffekt des Gewebes eintritt. Dieses Ergebnis verbessert sich häufig noch in den folgenden 6 – 9 Monaten nach Abschluss der Heilungsphase. Bei einer Laserstraffung zum  Beispiel tritt der maximale Straffungseffekt häufig erst nach 6 Monaten ein. Die schnelle Wirksamkeit ist bei Renuvion® wirklich ein großer Vorteil.

Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Körper und leiden an Problemzonen mit überschüssiger oder hängender Haut? Unsere Experten beraten Sie gerne zu Ihren individuellen Möglichkeiten im Bereich der Renuvion®-Behandlung.

Dr. Markus Klöppel

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