10 wichtige Fragen zur Nasen-OP in München - Dr. Dušanka Stigler

10 Wichtige Fragen zur Nasen-OP beantwortet von unserer Rhinoplastik-Spezialistin Dr. Dušanka Stigler

Die Korrektur der Nase zählt weltweit zu den häufigsten schönheitschirurgischen Eingriffen. Doch dabei steht nicht immer die rein ästhetische Verschönerung des Riechorgans im Vordergrund, sondern oft auch eine funktionelle Korrektur, beispielsweise für eine verbesserte Nasenatmung. Da es sich bei der Nasenkorrektur um einen sehr komplexen Bereich der Chirurgie handelt, der ausführlicher Aufklärung bedarf, beantwortet unsere erfahrene Nasenchirurgin Dr. Dušanka Stigler die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

1. Was ist eine Nasen-OP und welche Arten gibt es?

Bei einer Nasen-OP handelt es sich in der Regel um eine Korrektur der Nase, entweder aus optischen Gründen (ästhetische Nasen-OP) oder aufgrund gesundheitlicher Beschwerden, beispielsweise bei einer schlechten Nasenatmung (funktionelle Nasen-OP). Sehr häufig wird auf Wunsch des Patienten die funktionelle Nasenkorrektur mit einer ästhetischen Verschönerung der Nasenform kombiniert, um ein harmonischeres Erscheinungsbild zu erzeugen. Bei der Nasenchirurgie unterscheidet man also grob zwischen einer Rhinoplastik (äußere Nasenkorrektur) zur Formveränderung, einer Septumplastik (innere Nasenkorrektur) und einer Rhinoseptoplastik (äußere und innere Nasenkorrektur).

2. Wer eignet sich für eine Nasen-OP?

Menschen, die enorme Probleme mit ihrer Nasenatmung haben und in ihrem täglichen Leben, z. B. beim Sport oder Schlafen darunter leiden, sollten eine Nasenkorrektur in Erwägung ziehen. Aufgrund einer schiefen bzw. verkrümmten Nasenscheidewand (Septum) oder vergrößerten Nasenmuscheln kann die Atmung teils stark eingeschränkt sein. Dieser Zustand kann im Rahmen einer inneren Nasen-OP rasch verbessert werden.

Neben medizinischen Aspekten spielt auch die Optik der Nasen eine tragende Rolle für das eigene Wohlbefinden. Menschen mit ausgeprägten Nasenhöckern, einer extremen Breitnase oder einer langen, schiefen Nase leiden oft sehr an ihrem Aussehen und wünschen sich eine Nasenform, die besser zu ihrem Gesicht passt. Wenn man sich mit seiner Nase auf Dauer nicht identifizieren kann, führt dies häufig zu psychischen Belastungszuständen und schränkt Personen in ihrem täglichen Leben oft stark ein. In diesem Fall raten wir den Betroffenen, über eine Nasen-OP nachzudenken, um langfristig die eigene Lebensqualität zu verbessern. Inwieweit die Nase entsprechend den persönlichen Wünschen verschönert werden kann, wird in einer ausführlichen Beratung besprochen. Der Erhalt der Nasenfunktion spielt dabei stets eine bedeutende Rolle und sollte immer berücksichtigt werden.

3. Wann ist eine Nasen-Op aus medizinischer Sicht notwendig?

Eine Nasen-OP ist dann medizinisch notwendig, wenn aufgrund einer stark eingeschränkten und behinderten Nasenfunktion gesundheitliche Beschwerden auftreten und dadurch die Lebensqualität verschlechtert wird. Um dies festzustellen kann ein HNO-Arzt unterschiedliche medizinische Tests durchführen, beispielsweise eine Rhinomanometrie zur Messung der Nasenatmung. Auch ein Unfall, z.B. ein Nasenbeinbruch kann eine Nasenoperation aus medizinischer Sicht notwendig machen.

4. Besteht die Möglichkeit, dass Krankenkassen die Kosten für die Nasen-OP übernehmen, wenn es medizinisch notwendig ist?

Ja, sobald eine medizinische Indikation für eine Nasenkorrektur vorliegt, beteiligen sich in der Regel die Krankenkassen bei den OP- und Klinikkosten. Korrekturen, die rein der ästhetischen Verschönerung der Nase dienen, werden nicht von der Krankenkasse getragen und müssen selbst bezahlt werden. Im Falle einer Kombinations-OP zur funktionell-ästhetischen Nasenkorrektur trägt die Krankenkasse meist den Anteil für die funktionelle Nasen-OP. Die Restkosten über den ästhetischen Teil sind vom Patienten selbst zu begleichen.

Nasen-OP

5. Wie schmerzhaft ist der Eingriff einer Nasen-OP? Mit welchen Begleiterscheinungen muss ich rechnen?

An sich ist der Eingriff einer Nasen-OP nahezu kaum schmerzhaft. Die OP selbst bekommt der Patient nicht mit, da er aufgrund der schonenden Vollnarkose tief und fest schläft. Auch die Heilungsphase nach der OP verläuft in der Regel schmerzarm. In den ersten Tagen treten typische Begleiterscheinungen wie Schwellungen und bläuliche Verfärbungen im Nasen-, Wangen und Augenbereich auf. Auch dumpfe Kopfschmerzen sind üblich und können mit entsprechenden Medikamenten gelindert werden. Die Fäden entfernt der Facharzt/die Fachärztin nach ca. einer Woche und der stützenden und schützende Nasenrückengips muss bis zu 14 Tagen getragen werden.

6. Wird sich meine Atmung nach einer Nasenoperation verschlechtern?

Die ersten Tage unmittelbar nach der OP kann aufgrund der Schwellung und des austretenden Wundsekretes die Nasenatmung noch beeinträchtigt sein. Verschiedene Pflegemaßnahmen wie Salben oder Nasenduschen/-sprays sorgen aber rasch für eine Verbesserung und schnellere Wundheilung. Eine OP sollte die Nasenatmung langfristig deutlich verbessern. Ein/e erfahrene/r Chirurg/in achtet bei einer ästhetischen Nasenkorrektur auch immer darauf, dass eine funktionierende Nasenatmung nach wie vor gegeben ist.

7. Muss die Nase immer gebrochen werden bei einer Nasenoperation?

Das Brechen der Nase ist bei einer Nasen-OP nicht immer notwendig. Hier kommt es ganz auf die Ausgangsform und das gewünschte Ergebnis an. Ist die Nase beispielsweise zu lang und soll verkürzt werden, ist das Brechen oder wie wir sagen «Durchtrennen» der Nasenbeine unverzichtbar. Auch bei einer zu breitbasigen Nase wird häufig die Nase gebrochen, um sie zu verschmälern. Damit dies jedoch äußerst schonend durchgeführt wird, verwenden wir ein Spezialgerät, das sogenannte Piezotome. Mittels dieser Ultraschalltechnik kann der Nasenknochen äußerst präzise und schonend bearbeitet werden.

Bei einer Nasenspitzenkorrektur oder einem Nasenaufbau mit Knorpel oder Gewebe ist das Brechen in der Regel nicht notwendig.

8. Bleiben nach der Nasen-OP sichtbare Narben bestehen?

Nach einer Nasenkorrektur verbleiben in der Regel keine auffälligen Narben. Kommt bei der OP der sogenannte «offene» Zugang zur Anwendung – was meist der Fall ist – wird zwar am unteren Nasensteg ein feiner zwickzack-artiger Schnitt gesetzt, sodass der Chirurg/die Chirurgin während der OP detailliert in das Naseninnere sehen kann. Dieser feine Schnitt verheilt anschließend aber so gut, dass er nicht mehr zu erkennen ist. Einige Korrekturen sind auch über einen «geschlossenen» Zugang möglich, bei dem die äußere Nase komplett unversehrt bleibt.

9. Unter welchen Umständen sollte auf keinen Fall eine Nasenkorrektur umgesetzt werden?

Damit überhaupt eine Operation in Vollnarkose stattfinden kann, sollte sich der Patient zwingend in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden. Ein aktuelles Blutbild, Ruhe-EKG und eine OP-Fähigkeitsbescheinigung geben dem Operateur Aufschluss darüber und sind vor jedem operativen Eingriff erforderlich.

Legt der Patient außergewöhnliche Wünsche in Bezug auf die neue Nasenform an den Tag, die ihm in seiner Nasenfunktion schaden, wird ein/e erfahrene/r Facharzt/-ärztin ebenso eine OP unterlassen, da medizinisch nicht vertretbar.

10. Wie schnell darf man den Körper nach einer Nasen-OP belasten?

Nach einer Nasen-OP heißt es erst einmal: Ruhe geben und sich erholen. Gerade in den ersten 5-6 Tagen ist Schonen enorm wichtig, ebenso der Verzicht auf körperliche anstrengende Aktivitäten. Ein Spaziergang und eine Mobilisation werden empfohlen,  da ansonsten das Risiko für eine Thrombose steigen könnte. Nach ca. 6 Wochen ist Sport wieder möglich, jedoch nur nach ärztlicher Rücksprache. Auch das Tragen von Brillen, insbesondere schwere Sonnen- oder Lesebrillen, ist anfangs nur mit einer speziellen Nasenrückenschiene möglich, da dieser sonst zu stark belastet wird und sich verformen kann. Starke Wärme beispielsweise durch Sauna, Solarium oder Sonnenbäder sollte ebenso in den ersten 6 Wochen vermieden werden.

Nach dem Eingriff finden in unserer Praxis engmaschige Kontrolltermine statt, die Aufschluss über den Heilungsfortschritt geben. Weitere Verhaltensweisen können dann so bestens individuell mit dem/der Facharzt/-ärztin abgesprochen werden.

Dr. Markus Klöppel

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