Lipödem

Lipödem Beine

Lipödem Beine – Krankheitsbild und Diagnose

Bei einem Lipödem an den Beinen handelt es sich um eine krankhafte Fettverteilungsstörung. Diese zeigt sich meist an beiden Beinen, wobei es am Anfang zu Spannungen oder Erschöpfungszuständen kommt. Gerade an sehr heißen Tagen oder bei Flugreisen zeigen sich diese frühen Symptome, und zwar wenn Sie länger sitzen oder auch stehen. Selbst ein Hochlagern der Beine hilft dann nur wenig.

Wir klären Sie darüber auf, welche Behandlungsmöglichkeiten es bei einem Lipödem an den Beinen gibt, welche Kosten auf Sie zukommen und was Sie beachten sollten.

Ihre Vorteile bei Dr. Klöppel & Kollegen
  • Fast 20 Jahre Erfahrung auf dem Spezialgebiet Lipödem
  • Spezialisten in Sachen Fettabsaugung
  • Es wird die schonende PAL®-Liposuktion angewandt

Das sagen unsere Patienten zur Lipödem Beine OP bei Dr. Klöppel & Kollegen

Lipödem Jameda Bewertung

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LipödemFakten zur Liposuktion bei Lipödem Beine
OP Dauer: Zwischen 1 ½ und 3 Stunden
Betäubung: Vollnarkose
Klinikaufenthalt: 1- 2 Nächte Klinikaufenthalt
Gesellschaftsfähig: Innerhalb 1 Woche
Lipödem von Dr. KlöppelKurzinfo zu Lipödem Beine
Duschen: nach 3 Tagen
Sport: nach 4-6 Wochen
Sauna: nach 2 Monaten
Solarium: Nach 1 Monat, Narbe sollte für 6-12 Monate geschützt werden

Welche Lipödem Beine Typen gibt es?

Ein Lipödem an den Beinen zeigt sich in unterschiedlicher Verteilung, sodass sich folgende Beintypen ergeben:

Oberschenkel-Typ (Reiterhosen): das Lipödem beschränkt sich auf Oberschenkel und Hüften

Unterschenkel-Typ (Bundhosen): das Lipödem verteilt sich auf Oberschenkel,  Hüften und Unterschenkel

Knöcheltyp (Pumphosen, Türkenhosen, Suavenhosen): bei dieser Variante erstreckt sich das Lipödem bis zum Ende der Unterschenkel, wo sich eine Fettfalte zeigt. Aus diesem Grund wird dieser Typ auch als Pumphosen bezeichnet. Die Gelenke wie Knie und Sprunggelenk bleiben frei, es stülpen sich Fettlappen über die Gelenke.

Wer kann eine Fettverteilungsstörung an den Beinen bekommen?

Es tritt ausschließlich bei Frauen auf, allerdings erst, wenn die Pubertät abgeschlossen ist. Bestimmte Lebensphasen bergen ein hohes Risiko für die Fettverteilungsstörung:

  • Absetzen der Pille
  • Schwangerschaft
  • Meno-Pause
  • gynäkologische OPs

Es ist davon auszugehen, dass ein Lipödem an den Beinen aus einem Zusammenspiel von hormonellen Einflüssen und genetischer Disposition entsteht. Die genetische Veranlagung muss nicht zwangsläufig vorhanden sein. Ein Irrglaube besteht in dem Punkt, dass Lipödeme mit Fettleibigkeit einhergehen. Dies ist nicht der Fall, denn die Fettverteilungsstörung tritt auch bei sehr schlanken Frauen auf.

In seltenen Fällen ist es auch möglich, dass eine Vollnarkose oder psychischer Stress die Entstehung bedingt.

Ein Lipödem an den Beinen bessert sich nicht von alleine wieder, sondern nimmt schleichend seinen Fortlauf. Wie der Verlauf im Einzelnen aussieht, lässt sich nicht pauschal sagen. So ist es möglich, dass das Lipödem irgendwann stagniert und nicht mehr weiter zunimmt. Bei anderen Fällen ist von Anfang an ein schneller Verlauf zu beobachten.

Welche Lipödem Stadien gibt es?

Grundsätzlich ist ein Lipödem an den Beinen in vier Stadien unterteilt:

Lipödem Stadium 1:

Erste Ansätze für Reiterhosen sind in diesem Stadium ersichtlich, wobei sich die Haut noch glatt und eben anfühlt. Wird der sogenannte Pinch-Test durchgeführt (Zusammenschieben der Haut), bildet sich die sogenannte Orangenhaut. Die Textur des Unterhautgewebes ist immer noch weich, fühlt sich nur etwas dicker an. Teils lassen sich kleine, runde Kügelchen unter der Haut ertasten, was besonders für die Bereiche Oberschenkel und Knie gilt.

Lipödem Stadium 2:

In diesem Stadium sind die Reiterhosen sehr ausgeprägt und klar zu erkennen. Die Oberfläche der Haut ist nicht länger glatt, sondern von Dellen übersät. Auch Knoten, die teils die Größe eines Apfels erreichen, sind unter Umständen zu erkennen. Das Gewebe in der Unterhaut ist weich, aber stark verdickt.

Lipödem Stadium 3:

Bei diesem Stadium kommt es zu Verhärtungen im Bereich des Unterhautgewebes und der Umfang der Beine hat extreme Ausmaße angenommen. Innen an den Oberschenkel treten überdimensionale Fettlappen auf, sodass die Gefahr des Wundlaufens besteht. Durch das extreme Gewicht kommt es zu einer Fehlbelastung der Kniegelenke und die Gefahr von X-Beinen besteht.

Lipödem Stadium 4:

Dieses Stadium entspricht dem Stadium 3, nur hat sich hier zusätzlich ein sekundäres Liphödem entwickelt. Man spricht dann auch von einem Lipo-Lymphödem.

Achtung wichtiger Hinweis 1:

Die Schmerzen können deutlich ausgeprägter ausfallen als die Symptome des jeweiligen Stadiums.

Achtung wichtiger Hinweis 2:

In allen Stadien besteht die Gefahr, dass sich ein Lipo-Limphödem bildet. Dies ist ein sekundäres Lymphödem, dessen Bildung durch starkes Übergewicht noch gefördert wird.

Fettverteilungsstörung an den Beinen – die Klassifizierung nach Marshall und Schwahn-Schreiber

Bei dieser Klassifizierung spielen sonometrische Faktoren eine Rolle, bei denen es um die Dicke von Haut und Unterhaut geht (Kutis und Subkutis). Die sonographische Messung erfolgt im Bereich des Innenknöchels, wobei sich aus den Ergebnissen folgende Einstufungen ergeben:

  • 12 bis 15 mm – In leichter Ausprägung
  • 15 bis 20 mm – In einem mittleren, mäßigen Stadium
  • 20 bis 30 mm – Von starker Ausprägung
  • über 30 mm – sehr schweres Lipödem

Die Diagnose des Lipödems an den Beinen:

Im Rahmen der Diagnose wird zuerst eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Dabei spielen aktuelle Krankheiten natürlich eine Rolle, ebenso wie einzunehmende Medikamente.

Nach der Anamnese erfolgt die optische Begutachtung und schließlich das Abtasten der Beine. Mit Hilfe dieser Diagnoseschritte ist es in den meisten Fällen möglich, ein Lipödem an den Beinen festzustellen.

Lipödem Beine: dies sind typische Kennzeichen:

Kernsymptom: ein Lipödem zeigt sich immer an beiden Beinen.
In vielen Fällen bildet es sich parallel auch an den Armen – ebenfalls symmetrisch an beiden Armen

Kernsymptom: die Füße sind immer ausgespart – die Fettansammlungen hören an den Fußgelenken auf, wo es zur Bildung eines Fettkragens kommt

Kernsymptom: Schmerzen, die spontan und scheinbar ohne Grund auftreten: die Schmerzen treten in unterschiedlichen Ausprägungen auf, etwa als Spannungs- oder Druckschmerzen. Bis zum Abend hin sammelt sich auch Wasser in den Beinen, was die Schmerzen noch verschlimmert. Einige Tage vor der Periode verstärken sich die Schmerzen oft noch.

Kernsymptom: Erhöhtes Risiko, dass sich Blutergüsse bilden – dies gilt sogar schon bei minimalen Stößen und hängt mit der Instabilität der Haargefäße zusammen.

Kernsymptom: Wassereinlagerungen in den Beinen (nicht in den Füßen): Flüssigkeit sammelt sich im Lipödem selber an, und zwar im verdickten Fettgewebe. Dies verstärkt wiederum die Schmerzen und wird auch nicht besser, wenn Sie die Beine über längere Zeit hochlegen.

Kernsymptom: Extreme Diäten oder ein straffes Sportprogramm helfen dabei nicht – selbst bei radikalen Diäten, bei welcher der Oberkörper immens an Gewicht verliert, kommt es nicht zu einer Reduzierung des Lipödems

negatives Stemmer’sche Zeichen – Wenn die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe bzw. Finger verbreitert, verdickt und schwer oder überhaupt nicht abhebbar ist, dann ist das Stemmer‘sche Zeichen positiv. Ist dies der Fall, liegt ein Lymphödem vor. Ist dies nicht möglich, das Stemmer’sche Zeichen somit negativ, handelt es sich um ein Lipödem. Außnahme: es handelt sich zusätzlich um ein Lipo-Lymphödem

ungleichmäßig wirkende Körperproportionen – der Oberkörper passt nicht mehr zu den unteren Extremitäten. Das Größenverhältnis von Hüfte zu Taille hat sich verändert, sodass die Hüfte mehr als 1,4 mal größer ist.

Beim Pinch-Test kommt es zu Schmerzen an den Beinen, nicht aber im Rücken- oder Bauchbereich – die Außenseite der Beine schmerzt mehr als die Innenseite. Auch die Waden sind schmerzempfindlicher als die Oberschenkel

Die Schmerzen, die ein Lipödem verursacht, hängen nicht mit der optischen Ausprägung zusammen

Die Menge des eingelagerten Wassers bestimmt die Intensität der Schmerzen

knotige Haut – an anderen Bereichen des Körpers ist dies nicht der Fall

Muskeln sind im Lipödem-Bereich nicht zu erkennen – dies gilt auch bei Frauen mit einer sehr schlanken, sportlichen Silhouette

Positiver Drehschwing-Test: die Beine erwecken den Eindruck, als ob sie kalt wären – ein Brennen wird meist wahrgenommen

Die oben genannten Kernsymptome müssen vorhanden sein, um einwandfrei ein Lipödem an den Beinen diagnostizieren zu können. Allerdings treten die Kernsymptome auch alleine auf, meistens sind aber mehrere Symptome vorhanden.

Lipödem Beine: dies sind typische Kennzeichen:

Eine Lipohypertrophie im Bereich der Beine ähnelt den Symptomen. Es gibt allerdings auch entscheidende Unterschiede. So fehlen etwa die sonst typischen Wassereinlagerungen im Gewebe, die sich besonders ab dem Nachmittag zeigen. Bei einer Lipohypertrophie reagieren die Beine auch nicht empfindlich auf Druck von außen.

Es liegt also eine Veränderung der Körperproportionen vor, die nicht als krankhaft anzusehen ist. Allerdings ist es möglich, dass sich daraus im Laufe des Lebens ein echtes Lipödem an den Beinen entwickelt.

Was muss bei der Diagnose Fettverteilungsstörung an den Beinen noch beachtet werden?

Bei der Diagnose ist es wichtig, andere Befunde auszuschließen, wie etwa:

  • Lipohypertrophie
  • Adipositas der peripheren Art
  • Morbus Dercum – diese Erkrankung ähnelt stark den Lipödemen, tritt aber in den meisten Fällen in Kombination mit Depressionen und chronischen Kopfschmerzen auf Hang zur Ödembildung

Es kommt oft vor, dass anstatt eines Lipödems ein Lymphödem diagnostiziert wird – jedenfalls, wenn nicht ausreichend Erfahrung im Bereich Lipödem Beine vorliegt.

Lipödem Beine OP & Behandlung

Bei der Behandlung der Beine wird besonders darauf geachtet, entlang der Lymphbahnen abzusaugen, um diese nicht zu verletzen und die Entwicklung eines Lipo-Lymphödems zu riskieren.

Bei der Liposuktion ist es möglich, dass krankhaft veränderte Fettgewebe an den Beinen schonend und effektiv zu entfernen. Einmal entfernt, bilden sich keine neuen Fettzellen mehr. Allerdings ist auch nach der Liposuktion auf die Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten, um eine Volumenzunahme bei noch vorhandenen Fettzellen zu verhindern.

Vorteile einer OP bei einer Fettverteilungsstörung an den Beinen:

  • Reduzierung oder Beseitigung von Ödemen und Schmerzen
  • das Risiko für Blutergüsse wird gesenkt
  • manuelle Lymphdrainagen und das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist nicht mehr so häufig oder gar nicht erforderlich
  • Beseitigung von Fettlappen – gleichzeitig Reduzierung von Infektionsstellen
  • das Auftreten von wunden Stellen wird reduziert
  • Reduzierung von Gelenkschäden
  • die Bildung von Lipo-Lymphödemen wird verhindert
  • die Lebensqualität bessert sich deutlich

Mit Hilfe einer Liposuktion ist es möglich, die Anzahl von Fettzellen und auch Blutgefäße, welche Wasser an das umliegende Gewebe abgeben, zu reduzieren. In der Folge sammelt sich im Gewebe nur noch wenig Flüssigkeit an, was sich in weniger Schwellungen und Schmerzen bemerkbar macht. Die instabile Hülle der verbliebenen Blutgefäße bleibt allerdings bestehen.

So ist es möglich, dass es nach der Liposuktion immer mal wieder zu Schmerzen oder Ödemen in den Beinen kommt. Wie erfolgreich die Fettabsaugung ist und ob es wieder zu Schmerzen oder Wassereinlagerungen kommt, lässt sich nie vorab sagen. In den allermeisten Fällen ist nach dem Fett absaugen eine deutliche Verbesserung zu bemerken.

Welche Techniken sind geeignet, um ein Lipödem an den Beinen zu operieren?

Es existieren momentan 2 etablierte Formen der Fettabsaugung bei Lipödem:

  1. WAL-Wasserstrahl assistierte Liposuction
  2. PAL-Power Assisted Liposuction

Operiert wird in Vollnarkose unter Zuhilfenahme von ausreichend Tumeszenzlösung. Diese Lösung enthält unter anderem Adrenalin zur Reduzierung des Blutungsrisikos als auch ein lokales Betäubungsmittel, um die postoperativen Schmerzen zu lindern. Die Flüssigkeit hat die Aufgabe, das Gewebe aufzulockern, damit die Fettzellen leichter und schonender abgesaugt werden können.
Bei Dr. Klöppel und Kollegen wird seit Jahren die sehr gewebeschonende PAL-Technik unter Schonung der Lymphgefäße angewandt.

Prinzipiell ist man bei der Absaugung an medizinische Grenzen gebunden. Es wird empfohlen, in einer Sitzung nicht mehr als 6-8 Liter an krankhaftem Fett abzusaugen. Es ist daher oft notwendig, die Behandlung auf mehrere Sitzungen aufzuteilen. Zudem wird eine stationäre Überwachung aufgrund der Volumen- und Elektrolytverluste für zumindest 24 Stunden empfohlen.
Zwischen den Sitzungen muss eine Erholungsphase von mindestens 6 Wochen eingehalten werden, eine längere Pause zwischen den Eingriffen von 3 Monaten wird aber empfohlen.